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H. TH. WENNER Antiquariat

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Kleine Geschichte des Hauses Heger Straße 2 / 3 in Osnabrück 

Heger Straße 2 / 3, Zeichnung von Alfred Vogel

Das Antiquariat Wenner wurde 1946 der bereits einige Jahre zuvor gegründeten Buchhandlung angegliedert. Die Firmengeschichte gibt darüber Auskunft.
Seit 1975 befinden sich die Geschäftsräume des Antiquariats in zwei alten Kaufmannshäusern [1] in der Osnabrücker Altstadt, direkt hinter dem Heger Tor.


Heger Straße 2 / 3, um 1990 Über die Baugeschichte des Hauses Nummer 2 (rechts) ist nicht viel bekannt. 1761 gründete in diesem schmalen Haus David Friedrich Richter ein Gemischtwarengeschäft, das sich im Laufe der nächsten 200 Jahre zu der über Osnabrück hinaus bedeutenden Großhandlung Rudolph Richter entwickelte. Etwa seit dem Jahr 1780 hat das Haus Nr. 2 die gleichen Eigentümer wie Nr. 3.
Für Haus Nr. 3 [2] - mit dem Bienenkob über der Tür - ist 1784 Johann Gerhard Mues als Besitzer eingetragen. Die Verdoppelung der Versicherungssumme im Jahre 1788/89 deutet darauf hin, daß damals der Neubau entstanden ist. Bis 1803 ist Anton Mues Besitzer. Der letzte Eigentümer aus der Familie Mues, B. Anton Mues (1799-1824), war Lehrer am Ratsgymnasium.
Dann wurde der aus Melle kommende Kaufmann Wilhelm Brake neuer Hausbesitzer. Aus einem Gesuch an den Magistrat der Stadt wissen wir, daß er 1815 im rückwärtigen Teil des Hauses, wo sich jetzt in einem Kompaktlager die Büchermagazine befinden, eine Stärke-Fabrik einrichten wollte.
Nachfolger und langjähriger Besitzer wurde Carl Friedrich Weymann, auf den 1897 sein Schwiegersohn Wilhelm Kühling [3] folgte. Bis in die 1960er Jahre war hier die »Colonialwaren- und Samenhandlung« C. F. Weymann.
Wilhelm Kühlings Sohn Karl Kühling [4] (*1899 - †1985) war Chefredakteur der Osnabrücker Tageszeitung »Neue Tagespost«. Als Autor zahlreicher Bücher (siehe unser Verlagsverzeichnis) hat er auch in vielen Geschichten auch über das Leben und Treiben in der Osnabrücker Altstadt berichtet.
Bienenkorb über der Eingangstür Bemerkenswerter Schmuck des Hauses ist ein farbig gefaßtes Sandsteinbild mit Hausinschrift [5] über der Eingangstür. Es stammt aus der Entstehungszeit der Fassade um 1790. Unter der Schriftzeile

»DER FLEISZ FÜHRT SEINEN EIGENEN LOHN MIT SICH.«

sieht man einen Bienenkorb von einem Schwarm fleißiger Honigbienen umgeben. Bücherleser wissen, daß Immenschwarm und Bienenkorb seit der Antike Symbole für Fleiß, Ordnung, weise Staatsverfassung, Vaterlandsliebe usw. sind. Zur Zeit der Erbauung dieses Hauses galten sie besonders als Sinnbilder für Arbeitsamkeit und Fleiß. Darunter steht aus dem Alten Testament:

DER HERR IST MIT MIR, MIR ZU
HELFEN UND ICH WERDE MEINE LUST
SEHEN AN MEINEN FEINDEN
Psalm 118, Vers 7

Unser Firmensigent Signet hThW von Alfred Vogel nach einem Entwurf von Alfred Vogel [6] von 1948, wurde bei der Wiederherstellung der Fassade des Hauses 1977 im Türsturz angebracht.


[1] Wilhelm Jänecke: Das Klassische Osnabrück. Dresden 1913. Faksimile-Ausgabe H. Th. Wenner 1980. Abb. Seite 127
[2] Christian Kämmerer: Stadt Osnabrück. Denkmaltopographie BRD, Nds. 32. Braunschweig 1986. Seite 77f.
[3] Hermann Schröter / Gustav Werfft: Die Industrie- und Handelskammer zu Osnabrück. Osnabrück 1954. Seite 69
[4] siehe: Ehrenbürger der Stadt Osnabrück
[5] Franz Flaskamp: Hausinschriften der Stadt Osnabrück. In: OM76.1969 S.65 Nr. 50
[6] Inge Jaehner: Alfred Vogel. Osnabrück 1995

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